Schubbemessung von Stahlbetonbalken nach DIN EN 1992-1-1 §6.2. Berechnet VRd,c ohne Schubbewehrung (§6.2.2), dann VRd,s + VRd,max mit senkrechter oder geneigter Bügelbewehrung mittels variablem Stielneigungswinkel (§6.2.3). Automatische Auswahl des maßgebenden Widerstands und Ausnutzungsgrad η = VEd/VRd. C20/25–C50/60 · B500B · γ_C = 1,50.
Nach DIN EN 1992-1-1 §6.2.2 ist Schubbewehrung erforderlich, wenn V_Ed > V_Rd,c. V_Rd,c = [C_Rd,c·k·(100·ρ_l·f_ck)^(1/3) + k_1·σ_cp]·b_w·d mit einer Untergrenze V_Rd,c,min = (v_min + k_1·σ_cp)·b_w·d. Das Maximum von beiden ist maßgebend.
Die Methode des variablen Stielneigungswinkels (§6.2.3) modelliert das Betondruckfeld als Druckstreben unter Winkel θ zur Trägerachse. Der Entwerfer wählt cot θ im Bereich [1,0; 2,5]. Niedrigeres cot θ ergibt höheren V_Rd,max, erfordert aber mehr Bügelstahl (V_Rd,s ∝ cot θ).
V_Rd,s ist der Schubwiderstand der Bügelbewehrung: A_sw/s · z · f_ywd · cot θ (Gl.6.8). V_Rd,max ist der Betondruckstreben-Bruchwiderstand: α_cw · b_w · z · ν_1 · f_cd / (cot θ + tan θ) (Gl.6.9). Der tatsächliche Schubwiderstand V_Rd = min(V_Rd,s, V_Rd,max).
A_sw ist der Gesamtquerschnitt eines Bügelschenkels (beide Schenkel eines geschlossenen Bügels zählen zusammen). Z.B. Ø8 geschlossener Bügel: A_sw = 2 × (π×8²/4) = 2 × 50,3 = 100,6 mm². Im Bemessungsmodus berechnet der Rechner den erforderlichen A_sw/s aus V_Ed.
Nach DIN EN 1992-1-1 §9.2.2 gilt A_sw,min/s = 0,08·√f_ck·b_w/f_yk (Gl.9.5N). Dies ist unabhängig von der Schubbeanspruchung einzuhalten.
Der Deutsche Nationale Anhang (DIN EN 1992-1-1/NA) verwendet C_Rd,c = 0,15/γ_C statt 0,18/γ_C. Dies reduziert V_Rd,c um ca. 17%. Wählen Sie "DE" im Nationaler-Anhang-Schalter.