Kostenloses Tool · DIN EN 1993-1-2 §4.2

Feuerwiderstand Stahl Rechner

Berechnen Sie die DIN EN 1993-1-2 kritische Temperatur θa,cr und den Temperatur-Zeitverlauf für ungeschützte und geschützte Stahlbauteile. Nachweis gegen R30 / R60 / R90 / R120. HEA, HEB, HEM, IPE, UC, UB-Profile.

Bauteilparameter
Feuerwiderstandsnachweis
NICHT BESTANDEN — Brandschutz erforderlich
Die Stahltemperatur bei der geforderten Branddauer (θ_a = 760.3°C) überschreitet die kritische Temperatur (θ_a,cr = 584.7°C). Brandschutz ist erforderlich.
θa,cr
584.7
°C — critical temperature
θa at tfi,d
760.3
°C — steel temperature
Profilfaktor A_m/V (m⁻¹) 104.9 m⁻¹
Abschattungsfaktor k_sh 0.9
Empfohlene Mindestschutzdicke
Protection typeMin. thickness
Gypsum board (Type F, EN 520)12 mm min.
Calcium silicate board10 mm min.
Vermiculite-cement spray12 mm min.
Intumescent paint (indicative)≈1 mm (project-specific — manufacturer data required)
Werte sind indikativ. Nachweis durch Herstellerdaten (Brandtest EN 13381) erforderlich.
Berechnungsnachweis per E-Mail
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Natürliche Brandzeitkurve (EN 1991-1-2 Anhang A), erweitertes Rechenmodell (§4.3) oder kombinierter Brand- + Stabilitätsnachweis?

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Häufig gestellte Fragen
Was ist die kritische Temperaturmethode in DIN EN 1993-1-2?
DIN EN 1993-1-2 §4.2.4 definiert die kritische Stahltemperatur θ_a,cr als Temperatur, bei der ein Stahlbauteil sein Tragvermögen im Brandfall verliert. Berechnung nach Gleichung 4.22: θ_a,cr = 39,19 · ln[1/(0,9674·μ₀³,⁸³³) − 1] + 482, wobei μ₀ der Ausnutzungsgrad im Brandzustand ist. Für μ₀ = 0,5 ergibt sich θ_a,cr ≈ 585°C.
Was ist der Profilfaktor A_m/V und warum ist er wichtig?
Der Profilfaktor A_m/V (m⁻¹) ist das Verhältnis des beheizten Umfangs zur Querschnittsfläche. Ein hoher Profilfaktor bedeutet, dass das Bauteil schnell aufheizt. Dünnwandige Profile (IPE, UB) haben hohe A_m/V-Werte und heizen schneller auf als massive Stützen (HEB, HEM). Bei 3-seitiger Exposition (Träger unter Betondecke) ist nur drei Seiten dem Brand ausgesetzt, was einen niedrigeren A_m/V ergibt.
Welchen Feuerwiderstand benötige ich für mein Gebäude?
Die erforderliche Feuerwiderstandsklasse (R30–R120) wird durch die Landesbauordnungen festgelegt, nicht durch DIN EN 1993-1-2. Typischerweise werden F30 bis F120 (entsprechend R30–R120) je nach Nutzung und Gebäudehöhe gefordert. Der Tragwerksplaner weist die Übereinstimmung mit den Anforderungen nach.
Wie genau ist die Berechnung für ungeschützten Stahl?
Das inkrementelle Wärmeübertragungsmodell nach DIN EN 1993-1-2 §4.2.5.1 Gl. 4.25 verwendet die ISO 834-Einheitstemperaturkurve, Strahlungs- und Konvektionsterme nach DIN EN 1991-1-2, und temperaturabhängige Wärmekapazität c_a. Das Modell ist konsistent mit Referenzberechnungen aus ECCS-Leitfäden. Genauigkeit: ±5–15°C bei 30–120 min im Vergleich zu FEM.
Wann ist Dämmschichtbildner die richtige Wahl?
Dämmschichtbildner ist ideal, wenn der Stahl architektonisch sichtbar ist, Spritzputz ästhetisch unerwünscht ist oder Plattenverkleidungen aus Platzgründen nicht möglich sind. Für R30–R60 ist er typischerweise kostengünstig; für R90–R120 können Dickschicht-Systeme oder Hybridlösungen erforderlich sein. Das thermische Verhalten muss durch EN 13381-Brandversuche nachgewiesen werden.